Sonntag, 23. November 2014

Einfach mal blau machen

Ich wollte dieses Mal alles anders machen. Den freien Nach-Blogst-Montag dazu nutzen, etwas zu machen, dass ich noch nie in Hamburg gemacht habe. Ein Viertel entdecken, dass ich noch nicht kenne. In schicken, kleinen Läden shoppen. Insider-Anwohner-Anti-Touri-Kram eben. Und was habe ich gemacht, crazy wie ich bin? Ich war den ganzen Tag am Hafen, in der Hafencity und in der Speicherstadt unterwegs. Habe ich alles noch nie gemacht. Noch nie NICHT um genau zu sein. Aber egal. An guten Dingen muss man eben festhalten. Und selbstredend gibt es eine Million Beweisfotos des Nachmittags. Die ich auch alle so noch nie gemacht habe. Und noch nie gezeigt. Vermutlich könnte ich mittlerweile eine mehrstündige Slideshow mit Bildern des Hamburger Hafens füllen und das nach bisher (lediglich) fünf Besuchen. Aber wo die Liebe hinfällt, nicht wahr?

Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"

Wo ich tatsächlich aber vorher noch nie war, ist der "Park Fiction". Hab ich jetzt auch (beim Durchmarschieren von St. Pauli zum Hafen) abgehakt. Stahlpalmen vor Krankulisse mit Kreuzfahrtpott an stahlblauem Novemberhimmel. Ein Träumchen. Überhaupt war "Blau" an diesem Nachmittag das vorherrschende Thema meiner Fotos. Nicht ganz so schwer, wenn man mehrheitlich Himmel und Wasser fotografiert, aber trotzdem eine optisch nette Angelegenheit. Da musste ich gleich an Nics "Plädoyer für monochrome Fotoserien" auf dem Manfrotto-Blog denken. An sowas habe ich ja auch richtig Spaß. Hier eher zufällig entstanden, aber zweifellos hübsch anzusehen.

Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"

Zusammen mit Nike und Vanessa machte ich (und auch das hat schon Tradition) eine kleine Bootstour mit der HVV-Linie 62 in Richtung Övelgönne (die kostenlos ist, wenn man ein Tagesticket für den ÖPNV kauft), bewunderte routinemäßig den Museumshafen und die vor Anker liegenden Schiffe und leistete den beiden Gesellschaft bei einem Fischbrötchen, bevor sie sich zurück auf den Weg Richtung Pott machten. Ich spazierte noch ein wenig weiter zum Elbstrand, malte meine Liebe in den Sand und lauschte eine Zeit den Wellen, bevor auch ich mich bei schon tiefstehender Sonne wieder auf Deck begab, um mich zurück gen Landungsbrücken verschiffen zu lassen.

Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"

Und was habe ich dort gemacht? Ratet mal... Was ist wohl noch klischeemäßiger als ein ganzer Post mit (blauen und verhältnismäßig uniformen) Bildern des Hamburger Hafens? Richtig: Ein ganzer Post mit Sonnenuntergangsbildern vom Hamburger Hafen beziehungsweise ebensolchen aus der Hafencity und der Speicherstadt. Die habe ich im Anschluss gemacht und die gibt es dann beim nächsten Mal. Schalten Sie also wieder ein, wenn es heißt: "Fee allein gegen alle Fotoklischees der Welt". Ich bin halt immer wieder für eine Überraschung gut.

P.S. Mein Eingemeindungsantrag für den Hamburger Hafen in den Ruhrpott von vor zwei Jahren läuft immer noch. Dass so Bürokratiescheiß sich immer so lange hinziehen muss...

Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"
Der Hamburger Hafen an einem sonnigen Novembertag - "Fee ist mein Name"

Freitag, 21. November 2014

Aus der Schublade: Fahrräder

Vor zwei Wochen habe ich hier die neue Kategorie "Aus der Schublade" aka "Das schönste aus der Foto-Restekiste, fein säuberlich nach Themen sortiert" eingeführt. Los ging es mit "Spiegelungen und Reflexionen" und heute sind Fahrräder dran. Wieso zum Teufel fotografiert jemand Fahrräder, könntet Ihr fragen? Die Wahrheit ist: Ich kann es Euch nicht genau sagen. Andere fotografieren Züge, Flugzeuge, meinetwegen auch Autos und Motoräder. Und ich fotografiere eben Fahrräder.

Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Fährräder in Innsbruck, Travemünde, Warnemünde und Hamburg

In der Regel handelt es sich dabei um einzelne Exemplare, ganz selten auch mal zwei, die völlig besitzerlos irgendwo in der Botanik rumstehen. Das ist wichtig, denn Fahrräder mit Menschen drauf sind noch mal eine ganz andere Kategorie. Die bediene ich auch sehr gerne, allerdings geht es dann meistens darum den Hintergrund durch einen vorbeiradelnden Menschen rein "actiontechnisch" ein wenig aufzuwerten. Andere warten bis ein Fahrradfahrer vorbei ist, ich warte bis er im Bild ist. Aber das ist heute nicht Thema. Heute sind es die rein statischen Fahrradfotos. Vermutlich nehme ich sie aus dem völlig banalen Grund auf, dass ich Fahrräder schön finde. Der Hintergrund ist in diesem Fall weniger relevant. Schäbig sollte er natürlich nicht sein, aber er muss sich auch nicht in den Vordergrund spielen. Aber ich bin da flexibel. Eine schöne Häuserfront hat auch noch nie geschadet.

Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Zweimal Innsbruck (oben links und unten) und oben rechts Hamburg

Das Absurde daran ist, dass ich eigentlich absolut kein Fahrradfan bin. Also zumindest was den Fortbewegungsfaktor angeht. Und seien wir ehrlich: Der ist das Wesentliche an Fahrrädern. Aber ich habe bisher echt keine guten Erfahrungen mit den Dingern gemacht. Mal ganz abgesehen von der grundsätzlichen Inkompatibilität von jeglichen Satteln mit meinem Allerwertesten, die ich schon bei der ein oder anderen Gelegenheit erwähnte (selbst der Super Komfort Deluxe Pro Premium Edition führt bei mir zu einem blitzeblauen Hintern und schwerwiegenden Bewegungseinschränkungen an den folgenden Tagen), denke ich auch immer noch mit Grauen an den Tag in der siebten Klasse zurück, der als der "Phantom der Oper"-Tag in die Geschichte eingehen sollte.

Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Da hätten wir dann Rom, zweimal Wismar und Hamburg...

Machen wir es kurz: Ich habe mich filmreif an einer Bordsteinkante auf die Fresse gelegt und mit meiner linken Gesichtshälfte im Schotter gebremst. Die schockierten Passanten, die mich ins Krankenhaus bringen wollten, weil ich aussah wie aus einem sehr blutigen Horrorfilm entsprungen, habe ich alle mit einem quengelig-verheulten "Neeeein, ich will zu meiner Mama" stehen lassen und mein Fahrrad den Kilometer nach Hause geschoben, um zu eben der zu kommen. Denn meine Mama war früher Krankenschwester und in meinen Augen konnte sie Lahme zum Gehen bringen. Und frei nach dem Motto "An meine Haut lasse ich nur Desinfektionsmittel, meine Mama, eine Pinzette und literweise Mercurochrom" pulte sie nach dem ersten Schock kiloweise Schotter aus meiner Wange, desinfizierte das Ganze und malte mich dann mit dem heute nicht mehr erhältlichen weil quecksilberhaltigen Antiseptikum großflächig rot an. Wer das Zeug einmal irgendwo hatte, weiß wie hartnäckig das ist. Und am nächsten Tag musste ich wieder in die Schule. Und am übernächsten auch. Und am überübernächsten. Ich weiß nicht, WIE lange ich aussah wie eine Miniatur-Ausgabe des Phantom der Oper (nur dass meine "Maske" rot-verkrustet war und nicht weiß), aber es war lange. Und jeden Tag begrüßten mich wohlmeinende Mitschüler mit höhnischen "Ja, ich bin mit'm Radl da"-Gesängen. Seitdem begegne ich Fahrrädern mit Respekt. Verständlicherweise, denke ich.

Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
Aus der Schublade: Fahrräder - "Fee ist mein Name"
... und schließlich Münster, Warnemünde, Alkmaar und Bremen.

Wie steht Ihr zu Fahrrädern? Oder noch besser: Wie steht Ihr zu Fahrradfotos? Wenn auch Ihr eine ganze digitale Schublade voller ungenutzer Fahrradfotos habt, freue ich mich, wenn Ihr sie mir auf Eurem Blog zeigt und den Link in den Kommentaren postet. Spinnenphobiker machen ja auch immer so eine Art Konfrontationstherapie. Vielleicht ist das mit mir und den Rädern dasselbe ;)!

P.S. Nein, ich habe leider keinen fotografischen Beweis meiner phantomoperesken Episode. Bedauerlich eigentlich. Hätte ich selbst nur zu gerne gesehen...

Donnerstag, 20. November 2014

Meet me at Mayersche

Für alle aus Dortmund und Umgebung: Jetzt Samstag, sprich übermorgen, am 22.11.2014 schlage ich für drei Stunden meine DIY-Zelte in der Mayersche Buchhandlung in der Dortmunder Innenstadt auf. Von 13-16 Uhr könnt Ihr nicht nur mein Buch anfassen, sondern auch mich (aber bitte vorwarnen und nicht plötzlich von hinten aus dem Hinterhalt angrabschen ;)), und das Beste ist: Ihr könnt auch mit mir zwei Projekte aus dem Buch basteln. Das Ganze ist völlig für umme (sprich: kost' nix, außer ein wenig Zeit) und ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Ihr vorbeikommt und "Hallo" sagt. Ich freue mich immer, ein paar neue Gesichter kennenzulernen ♥!