Donnerstag, 24. Juli 2014

Lomo-Challenge Sommer 2014 - diesmal in Kooperation mit Lomography und Gewinnen, Gewinnen, Gewinnen ;)

Lomo? Was war das noch mal? Ach ja, richtig! – Asche auf mein Haupt. Bis auf eine Handvoll Spinner-Bilder während des Trips nach Brügge, habe ich meine analogen Schätzchen seit dem Barcelona-Urlaub im letzten September sträflichst vernachlässigt. Zwar habe ich für die letzten Monate mit dem Buch eine treffliche Entschuldigung, aber nichtsdestotrotz höre ich Diana, Sardina, LC-A+ und all ihre Geschwister nachts leise vor sich hin schluchzen. Behandelt eine Mutter so Ihre Kinder? Natürlich nicht! Es ist also Zeit, den Staubfeudel zu zücken, die Filme wieder im Kühlschrank hinter dem Joghurt hervorzukramen und den Hintern aus der Tür zu schwingen, um endlich wieder Leben in die analoge Bude zu bekommen. Und damit ich das nicht nur behaupte, sondern auch wirklich umsetze, habe ich beschlossen, die Lomo-Challenge aus dem letzten Herbst in eine neue Runde gehen zu lassen. Und sei es nur, um mir selbst in den Arsch zu treten.

ABER, jetzt nicht gleich weggelaufen, natürlich seid Ihr herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Und wenn Euch ein bisschen Sommerspaß in netter Gesellschaft (meiner ;)) noch nicht Anreiz genug ist, dann habe ich eine gute Nachricht für Euch: Ich habe mich diesmal mit Lomography zusammengetan und einen Haufen toller Preise für Euch rausgehauen. Es gibt insgesamt vier Themen und es lohnt sich bei jedem einzelnen teilzunehmen, denn ich werde dieses Mal Gewinnerfotos küren, die jeweils mit einer neuen Kamera für die analoge Sammlung belohnt werden.

Aber erst mal zu den Themen, die ich mir überlegt habe. Ich habe es dieses Mal recht offen gehalten, damit möglichst viele von Euch die Möglichkeit haben teilzunehmen. Inhaltlich ist jedes Thema überall umzusetzen, egal ob Dorf oder Großstadt, im Urlaub oder zu Hause. Die Bandbreite ist riesig und Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Zumindest zwei der vier Themen sind mit jeglichen Kameras machbar, aber auch die anderen beiden Vorgaben schränken nicht allzu sehr ein und sind mit vielen Lomokameras oder sonstigen analogen Apparaten problemlos drin. Selbst mit einer Einwegkamera könnt Ihr zumindest an der Hälfte des Spaßes teilhaben...


Thema Nummer Eins: Der grüne Daumen

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"

Fangen wir mit etwas Einfachem an: Es ist Sommer und draußen grünt und blüht es, wohin das Auge blickt. Zückt Eure Kameras und fangt alles ein. Sommerwiesen, Parks, Wälder, der eigene Garten oder Balkon, macht selbst vor Märkten oder Gartencentern nicht halt - alle bieten ausreichend Futter für dieses Thema. Gesucht sind Bilder von Pflanzen und Blumen jeglicher Coleur. Ich nehme Blätter, ich nehme Blüten, ich nehme bunt, ich nehme einfarbig grün, ich nehme Sonnenblumen und ich nehme Sukkulenten. Erlaubt ist alles, was gefällt: Das große Ganze oder auch Detailaufnahmen.

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Ganz oben (Titelbild): Alle Bilder mit Diana F+ aufgenommen. Oben: Links und Mitte La Sardina, rechts LC-A+. Unten: Oben links und unten rechts Konstruktor, oben rechts LC-A+ und unten links La Sardina.

Ich habe zu allen Themen ein paar Beispielbilder von mir herausgesucht, immer wenn möglich mit verschiedenen Kameras und Filmen aufegenommen. Eine Auswahl findet Ihr bereits in diesem Post, für die ganze Sammlung habe ich jeweils ein Album bei Lomography angelegt. Falls Ihr Euch von meinem "grünen Daumen" inspirieren lassen wollt, geht es bitte einmal hier entlang.


Thema Nummer Zwei: Hals über Kopf

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"

Hier sind alle gefragt, die mit ihren Kameras Doppelbelichtungen machen können. Und zwar nicht irgendwelche Doppelbelichtungen, sondern das gleiche Motiv, nur um 180° gedreht. Ob das nun passgenau und bündig aufeinanderpassend geschieht, nebeneinander versetzt oder überlappend bleibt Euch völlig selbst überlassen. Es sollte sich allerdings um "richtige" Doppelbelichtungen handeln, bei denen das Negativ vollständig doppelt belichtet wird, der Splitzer bleibt bitte in der Tasche. Schummeln gilt nicht und wird durch lebenslanges schlechtes Lomo-Karma bestraft... ;)!

Ich liebe diese Bilder, die aussehen, als stünde die Welt Kopf. Bei der Konzeption eines solchen Fotos muss man sich immer überlegen, was für Bildteile sich später überlagern und was das für das Ergebnis bedeutet. Es ist immer ganz hilfreich, wenn die untere Hälfte des Motivs weniger dominant und hell ist und das Hauptmotiv sich in der oberen Bildhälfte befindet. Eigentlich gilt sogar: Je dunkler die untere Bildhälfte, desto besser, denn dann ist diese Hälfte des Negativs noch relativ "unbelastet" und das Hauptmotiv und der umgebende Himmel können sich bei der zweiten Auslösung noch gut "darüberlegen". Ich habe gute Erfahrungen mit Wasser in der unteren Bildhälfte gemacht, aber auch Vorplätze vor Gebäuden oder ähnlichem sind häufig gut geeignet. Aber hier gilt natürlich wie immer: Möglichst viel ausprobieren und häufig bergen die völlig ungeplanten Motive die schönsten Überraschungen. Ich bin sehr gespannt, was hier herauskommt...

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Ganz oben (Titelbild) und oben: Alle La Sardina. Unten: Beide Diana F+.

Für das passende Album zum Thema "Hals über Kopf" bitte unauffällig folgen...


Thema Nummer Drei: Sommer, Sonne, Sonnenschein

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"

Keine Jahreszeit eignet sich besser zum lomografieren als der Sommer. Also feiern wir ihn mit einer ganzen Heerschar von sommerlichen Aufnahmen. Geht raus und habt Spaß. In der Stadt, am Strand, im Park, beim Grillen, Sonnenbaden, Bötchen fahren, Eis essen, wenn Ihr mit den Füßen im Planschbecken hängt oder beim Picknick am See. Einfach bei allem, was jetzt im Sommer am meisten Spaß macht. Ich denke, dafür brauchen die wenigsten von uns eine Anleitung, oder ;)?!

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Ganz oben (Titelbild): Alle Diana F+. Oben und Mitte: Spinner 360°. Unten: Oben links, unten links und unten rechts La Sardina, oben rechts und Mitte links LC-A+ und Mitte rechts Actionsampler.

Und da mein Repertoire an sommerlichen Aufnahmen naturgemäß üppig ausfällt, ist in diesem Fall auch das dazugehörige Album prall gefüllt, das Ihr für Inspirationen gerne zu Rate ziehen dürft ;)!


Thema Nummer Vier: Nachts sind alle Katzen grau

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"

Last but not least kommen wir zum Thema Nachtaufnahmen. Da habe ich auch selbst noch am meisten zu lernen, daher habe ich das einfach mal ans Ende gestellt ;)! An dieser Stelle bin ich mal ein wenig offener und erlaube auch Aufnahmen bei Nacht mit Blitz, obwohl ich sie rein technisch nicht zu den Nachtaufnahmen zählen würde. Ist hier aber erlaubt. Alles, was bei Nacht aufgenommen wurde, kommt in den Pott. Da auch die meisten einfacheren Kameras zumindest einen Bulb-Modus haben, steht hier uneingeschränkter Experimentierfreude kaum etwas im Wege. Also: Macht doch mal einen Spaziergang nach Einbruch der Dunkelheit durch Eure Stadt oder Euren Ort. Viele Sehenswürdigkeiten sind nachts auch toll beleuchtet. Vielleicht gibt es ja bei Euch in der Umgebung etwas, was Ihr noch nie besichtigt habt. Verbindet doch die Aufgabe mit einem oder mehreren netten Ausflügen. Ich für meinen Teil habe schon "Visionen" ;)! Ein Stativ ist dafür übrigens keine zwingende Voraussetzung. Ich habe gute Erfahrungen mit Brückengeländern, Mäuerchen oder im Notfall auch mit der Schulter der Begleitung gemacht. Es kommt nicht zwingend darauf an, ein superscharfes Ergebnis abzuliefern, sondern die Atmosphäre zählt.

Alle meine Beispielbilder findet Ihr in diesem Fall hier. Das Thema sagt übrigens nichts über die Wahl des Films aus: Ob Schwarz-Weiß, bunt oder gecrosst - alles ist erlaubt :)!

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"
Ganz oben (Titelbild): Oben links LC-A+, alle anderen La Sardina. Oben: Beide Diana F+. Mitte: Obere Reihe La Sardina, untere Reihe LC-A+. Unten: Horizon Perfekt. 


Und was gibt es jetzt zu gewinnen?

So, die Themen sind Euch nun bekannt. Fehlen noch die Regeln. Jeder gute Wettbewerb braucht schließlich welche. Was nicht bedeutet, dass Ihr das hier unter dem reinen "Es gibt was zu gewinnen"-Gedanken angehen solltet. Ich wünsche mir, dass wir alle mit einem Riesen-Spaß-an-der-Freude an die Sache rangehen und uns selbst ein wenig herausfordern, die Kameras diesen Sommer mehr und gezielter zur Hand zu nehmen. Dass es Preise gibt, sollte nur das Tüpfelchen auf dem "i" sein. Obwohl so ein Ansporn natürlich nie schadet :)!

Da ich weiß, dass Ihr neugierig seid, will ich Euch auch gar nicht länger auf die Folter spannen. Ich präsentiere: "The black gang"- von mir für Euch und passend zu den Themen ausgewählt. Der Gewinner des "grünen Daumens" bekommt ein Konstruktor Super Kit. Damit seid Ihr optimal auf die nächste Jagd nach Blumen und Co. vorbereitet, denn auch wenn schon die Standardvariante optimal für einen Parkbesuch geeignet ist, mit der Macro Lens erreicht Ihr noch mal eine andere Dimension. Der Doppelbelichtungs-Gewinner bekommt eine La Sardina DIY. Mit der La Sardina habe ich fast alle meine "Hals über Kopf"-Fotos gemacht, sie ist wirklich perfekt dafür geeignet. Und selbst gestalten kann man sie auch noch. Was gibt es Besseres? Der sommerliche Gewinner trägt dagegen eine Sprocket Rocket nach Hause. Auch wenn ich keine eigene habe: Der Freund findet sie großartig und hat aus dem Stand echt coole Bilder damit gemacht. Optimal für den Sommer und die dazugehörigen Fotos würde ich meinen. Und schließlich, für den Gewinner in Sachen Night-Shots, gibt es eine Diana F+. Zwar vielleicht nicht die erste Kamera an die man bei Nachtaufnahmen denkt, aber zumindest mit Blitz habe ich schon großartige Bilder im Dunkeln mit Ihr gemacht. Und den Bulb-Modus probiere ich dann im Rahmen der Challenge auch endlich mal aus ;)!


Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"


Die Teilnahmebedingungen - jetzt wirds wichtig ;)! 

Die Bedingungen für die Teilnahme sind relativ offen. Ihr müsst nicht bei allen Themen mitmachen, aber ich würde mich natürlich freuen. Ob Ihr ein Foto pro Thema macht oder hundert liegt ganz bei Euch, genauso welche Kamera Ihr nutzt oder sogar mehrere verschiedene pro Thema. Um mir und allen anderen Teilnehmern die Fotos hinterher zu zeigen und an der Verlosung teilzunehmen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr schreibt einen Blogpost zu dem Thema, in dem Ihr alle teilnehmenden Bilder zeigt und ihn hinterher bei mir verlinkt (und ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele von Euch diese Möglichkeit nutzen), oder aber Ihr nehmt direkt auf der Webseite von lomography.de teil, wo es ab heute auch zu jedem der vier Themen einen eigenen Wettbewerbsbeitrag gibt. Die Bilder trage ich schließlich zusammen, so dass alle als mögliche Preisträger in Betracht gezogen werden. Wenn Ihr beides machen wollt: Blogpost und Hochladen in der Community, steht Euch das natürlich frei. Ich würde mich aber so oder so freuen, wenn Ihr in der Beschreibung auf mich und diese kleine Challenge hinweist und verlinkt ;)!

Jedes der Themen hat eine eigene Teilnahmefrist:
1) Zum Thema "Der grüne Daumen" werde ich am 21. August einen Post schreiben, in dem ich meine eigenen Bilder präsentiere. Untendrunter wird ein Tool verlinkt sein, mit dessen Hilfe Ihr bis zum 27. August Eure Posts verlinken könnt. Genauso lange könnt Ihr auch auf lomography.de Eure Bilder hochladen. Den entsprechenden Wettbewerbsbeitrag findet Ihr hier.
2) Weiter geht es mit "Hals über Kopf" am 28. August, das Tool schließt sich hier am 3. September, genau wie die Teilnahmemöglichkeit in der Lomography-Community hier.
3) Meine "Sommer, Sonne, Sonnenschein"-Fotos zeige ich am 4. September und Ihr könnt bis zum 10. September Eure Posts dazu posten. Den Wettbewerbsbeitrag findet Ihr hier.
4) Die letzte Runde mit den Nachtaufnahmen startet am 11. September und geht bis zum 17. September. In diesem Fall habt Ihr also am längsten Zeit für die Umsetzung. Hochladen bei Lomography könnt Ihr die Bilder in diesem Fall hier.

Schließlich werde ich Ende September noch mal einen Post schreiben, in dem ich die Gewinner bekannt gebe und ihre Bilder zeige. Jeweils den ersten Platz und zwei Runner Ups, die übrigens noch jeweils 15 Piggy Points (=15 Euro) im Lomography Online-Shop verprassen dürfen. Aber es gibt  nicht nur Preise zu gewinnen, sondern auch Ruhm und Ehre. Wenn das nichts ist ;)!

Das folgende Bild dürft Ihr gerne mitnehmen und bei Euch im Blog einbinden - im Post selbst, in der rechten Spalte als Erinnerung für Euch oder Hinweis für andere. Alles kann, nichts muss ;)!

Lomo-Challenge Sommer 2014 - "Fee ist mein Name"

Eine Sache nur noch: Alle Bilder sollten extra für die Aktion aufgenommen worden sein. Bitte kein Wühlen in Euren Archiven, nur um dabei zu sein. Der Gedanke ist schließlich, die Kameras mal wieder zu nutzen und sich einer Herausforderung zu stellen. Das gilt auch für die Bilder in der Community. Nur nach dem heutigen Tag hochgeladene Aufnahmen dürfen teilnehmen. Seid da bitte fair :)!

So, und nachdem ich jetzt wahre Romane geschrieben habe, dürft Ihr endlich loslaufen und anfangen zu fotografieren, ich mache jetzt auch dasselbe. Ich bin schon super gespannt, was Ihr in den nächsten Woche so zaubert. Ich bin sicher, das wird großartig. Und falls Ihr noch Fragen habt, immer her damit in den Kommentaren. Ich helfe gern.

Dienstag, 22. Juli 2014

Ey, was guckstu? - Ein Besuch im Dortmunder Zoo

Dass ich gerne in den Zoo gehe, ist dem geneigten Leser bekannt. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich heimlich immer noch von einer steilen Karriere als Zootierporträtfotografin träume. Ich halte das durchaus für eine veritable Zukunfts-Option, ich habe nur noch niemanden gefunden, der mich dafür bezahlen möchte. Sollte dieser jemand zufällig unter meinen Lesern sein, ist er an dieser Stelle herzlich eingeladen sich inklusive Gehaltsvorstellungen an mich zu wenden ;)!

Nach dieser kleinen Werbung in eigener Sache, zurück zum Thema dieses Posts. Vor zehn Tagen verschlug es mich mal wieder in den Dortmunder Zoo, den ich übrigens an dieser Stelle gerne mal empfehlen möchte, für alle die in der Nähe wohnen oder mal zufällig in der Gegend sind. Mit mir unterwegs: Der Freund und das 40-150mm Objektiv* (entspricht bei meiner Kamera 80-300mm Kleinbild), das ich zwar fast nur für Zoobesuche zu Hand nehme, aber dann mit großer Freude.

Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Nandu - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Storch - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Pfau - "Fee ist mein Name"

Wie immer begegneten mir im Zoo ein Haufen komischer Vögel. Die diebischen Nandus warteten wieder mal nur auf einen unbedachten Moment, um mir Kamera, Handy, Schuhe, Sonnenbrille oder was auch immer zu entwenden. Aber ich bin nicht unbedacht, ich kenne Euch, hah. Ich erinnere mich noch mit großer Freude an den Tag, als einem kleinen Mädchen ihr pinker Crocs-Schuh vom Fuß geklaut wurde und im Anschluss von einer Horde Nandus im Schweinsgalopp wie eine Trophäe durchs Gehege getragen wurde. Dicht dahinter ein Haufen Tierpfleger, die gemeinsam versuchten, den Schuh zurückzuerobern, aber dafür geschlagene fünfzehn Minuten brauchten. Fast wie ein Wes-Anderson-Film, nur ohne Farbfilter ;)! Während man auf der einen Seite also ständig auf der Hut war, glich der Storch das durch stoische Ruhe wieder aus. Man hätte fast meinen können, er sei gar nicht echt, sondern nur eine besonders gut gemachte dreidimensionale Fototapete. Und ein paar Meter weiter bewachte Mama Pfau mit Argusaugen ihren mehr oder weniger frischgeschlüpften Nachwuchs, der es allerdings lieber Papa Pfau nachtun und stolz wie Oskar über die Wege des Parks flanieren wollte, ohne sich an den Besuchern zu stören. Mama war dagegen.

Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Schildkröte - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Fuchsmanguste - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Faultier - "Fee ist mein Name"

Anderortens wurde derweil mit Vorliebe gestarrt. Kann ich gut verstehen. Würde ich genauso machen. Während die Schildkröte allerdings wie ein Ölgötze in dieser Haltung verharrte, waren es bei der Fuchmanguste nur wenige Sekunden, bevor sie wieder in hektische Betriebsamkeit verfiel. Das Baby-Faultier (erlaubt mir an dieser Stelle ein: OOOOHHH, WIE SÜÜÜÜß!) fand sich irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Extremen wieder, zeigte sich damit allerdings für seine Art bereits als ausgesprochen aktiv. Zumindest wenn man regelmäßige Slow-Motion-Bewegungen als eine ausgeprägte Form der Aktivität werten möchte... ;)!

Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Riesenotter - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Kaiserschnurrbarttamarin - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Grüner Leguan - "Fee ist mein Name"

Riesenotter und Kaiserschnurrbarttamarin wollten mir ganz offensichtlich beweisen, dass es um die Hygienestandards in Sachen Zahnpflege nicht überall so schlecht bestellt ist, wie ich es in der Vergangenheit an einigen Zoo-Mitbewohnern festgemacht hatte. Keine Beläge, nicht gelber als meine Zähne. Respekt. Ich nehme alles zurück. Der grüne Leguan hingegen war wohl zu müde, um seinen Kiefer zu entblößen, zeigte mir aber immerhin, dass er die Zunge gut geputzt hatte. Sehr vorbildlich. Bis auf das Salatblättchen an der Unterlippe...

Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Orang-Utan - "Fee ist mein Name"
Ein Besuch im Dortmunder Zoo: Malaiischer Tiger - "Fee ist mein Name"

Sehr vorbildlich auch die Fingernägel der Orang-Utan-Dame, die hier gerade in schwindelerregender Höhe chillig am Netz des Innengeheges abhing. Wenn da mal nicht jemand regelmäßig zur Maniküre geht... Chillig ging es auch beim Malaiischen Tiger zu, bei dem wir auf den letzten Metern noch vorbeikamen und der, ganz entgegen seiner sonstigen Art, enstpannt hinter seiner Glasscheibe hockte und für eine Runde Porträts posierte. Ich sehe das als gutes Zeichen in Hinblick auf meine anvisierte Karriere. Die Tiere sind da auf jeden Fall auf meiner Seite. Bingo ;)!
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* Link im Rahmen des Amazon-Affiliate-Programms. So Ihr das Objektiv dort kauft, würde ich mich freuen, wenn Ihr es über diesen Link tut, denn so bekomme ich auch ein bisschen was vom Kuchen, ohne dass es Euch mehr kostet. Und wenn ich das sammele, kann ich demnächst wieder in den Zoo gehen und weiter an meiner Zootierporträtfotografinnenkarriere schrauben. Das wäre toll ;)!

Sonntag, 20. Juli 2014

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges

Deutschland glüht dieser Tage, daher dachte ich mir, ich verschaffe Euch ein wenig Abkühlung in Form von einem digitalen Trip ans Meer. Springt mit mir in die virtuellen Fluten und steckt Eure Zehen in den pixeligen Sand. Es geht nach Sitges - 36 km südwestlich von Barcelona gelegen eignet sich der Küstenort perfekt für einen Tagesausflug, wenn man mal genug vom Großstadttrubel hat.

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"

Da wir letzten September ganze zehn Tage in der katalanischen Hauptstadt weilten, passte so ein Strandtag ganz gut in die Mitte. Wir setzten uns also am Bahnhof Sants in den RENFE-Zug, der regelmäßig alle 20-30 Minuten für 4€ pro Nase von Barcelona nach Sitges fährt und kamen knappe 30 Minuten später am Ziel an. Wer zentraler in Barcelona wohnt, kann auch am Passeig de Gràcia zusteigen, dann dauert die Fahrt circa 10 Minuten länger. Alles völlig im Rahmen.

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"

Im Gegensatz zu den vollgestopften Legebatterie-Stränden von Barcelona geht es in Sitges deutlich entspannter zu. Ich habe mir zwar sagen lassen, dass auch die Einwohner von Barcelona an den Wochenenden und in der Ferienzeit gerne nach Sitges pilgern, von daher ist es wahrscheinlich nicht immer so beschaulich, wie an einem Mittwoch im September. Aber da es insgesamt 17 Strände gibt, sollte hier wohl jeder ein Eckchen finden. Mir persönlich war das Wasser mit circa 21°C zwar zu kalt zum Schwimmen, aber ich bin auch eine ausgewachsene Memme und Frierfrosch. Außerdem habe ich Angst vorm offenen Meer und stecke daher in der Regel eh nur meine Zehen rein ;)!

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"

Drei Kilometer entlang der Küste erstreckt sich eine palmengesäumte Promenade, auf der man ganz hervorragend lustwandeln kann, wenn man nicht gerade seine Zehen ins Meer steckt. Alle paar Meter macht jemand Musik und überhaupt ist alles so furchtbar relaxt, dass man gar nicht weiß, wohin mit sich. Die Tretboote oben kommen übrigens nicht rein zufällig im Regenbogenlook daher: Sitges ist sowas wie das Brighton Spaniens und für seine Künstler- und Schwul-Lesbische-Szene bekannt. Noch nie in meinem Leben habe ich mehr gleichgeschlechtliche Paare gesehen als hier. Bis zu meinem Aufenthalt wusste ich gar nicht, wie liberal Spanien im Bereich der Homosexualität ist, die gleichgeschlechtliche Ehe ist der heterosexuellen Ehe hier zum Beispiel gleichgestellt. Finde ich gut.

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"

Vom Bahnhof aus läuft man übrigens nur knapp 500m bis zum Strand, wenn man zügig durchmarschiert, ist man in wenigen Minuten da. Allerdings ist Sitges auch abgesehen vom Strand ein sehenswertes Fleckchen Erde, so dass man sich durchaus etwas länger Zeit lassen kann. In allen Seitenstraßen findet man nette Restaurants und Cafés, so dass man getrost auch erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder "nach Hause" fahren kann. Vorher allerdings sollte man sich auf die Steinbänke nahe der Sant Bartholomäus-Kirche (die direkt an die Promenade anschließend auf einen Felsen gebaut ist) setzen und den Sonnenuntergang genießen. Glaubt mir: So lässt es sich aushalten. Also dann: Schuhe aus, Füße ins Wasser und abschalten...

P.S. Meine Nase und mein Mund sind übrigens nicht dreckig, nur falls sich jemand wundert, das ist eine fleckige Ansammlung von Sommersprossen, mit der mich meine Haut unter Sonneneinstrhlung immer wieder aufs Neue beglückt ;)! Hier in Kombination mit einer kleinen Wunde auf dem Nasenrücken, die ich mir kurz zuvor beim "Correfoc" unter Einsatz meines Lebens zu gezogen habe. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die erzähle ich ein anderes Mal...

Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"
Ab an den Strand - ein Trip von Barcelona nach Sitges - "Fee ist mein Name"