Samstag, 4. Juli 2015

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot"

Ich gebe es zu: Dass ich Doro von "dorobot" gefragt habe, ob sie einen Beitrag zu meiner kleinen Glücks-Gastpost-Serie beisteuert, hatte ganz egoistische Gründe. Denn Doros Zeichnungen machen mich instantglücklich. Ich folge Ihr schon seit gefühlt immer und ein neuer Post auf ihrem Blog zaubert immer ein Lächeln in meinen Tag. Sie hat mich sogar vor fünf Jahren mal "porträtiert", unbekannterweise. Nach meiner MS-Diagnose (die ich damals nur als Krankenhausaufenthalt mit anschließender Phase der Erschöpfung und großer Langeweile thematisierte) hat sie mir die Zeichnung zur Aufmunterung geschickt und damit mehr als nur meinen Tag gerettet. Wenn Ihr übrigens mal ein ganz bezauberndes, kleines Geschenk sucht für Menschen, die schon alles haben, die Euch aber am Herzen liegen, empfehle ich eins von Doros wunderbaren Ankreuztagebüchern. Glück für 365 Tage. Perfekt. Und um endlich den Haken zurück zum Anfang zu schlagen: Auch dieser Post trifft wieder voll ins Schwarze. So einfach kann Glück sein. Ich hoffe, Ihr spürt es auch :)!

P.S. Ihr könnt Doro auch bei Instagram stalken. Das macht auch SEHR glücklich!
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Man kann grübeln, sich den Kopf zerbrechen, hin und her überlegen, was dieses "Glück" denn nun ist, aber dieser Kopf mit seinem ganzen Gedenke, den Abers und dem Abwägen macht es einem doch oft nicht so leicht. Und genau da hab ich für mich die Lösung gefunden: am glücklichsten bin ich, wenn ich einfach nur bin. Nicht nachgrübele, sondern mache.

Und da ich ein großer Fan der kleinen Alltagsglücke bin, mache ich mich jetzt selbst einfach sofort glücklich, indem ich ruckzuck all das aufzeichne und zusammensuche, was mich glücklich macht.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Farben!!!

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

In Arbeit versinken oder auch mal einfach nur am Sonntagmorgen am Küchentisch mit der kleinen Familie rumbasteln und die Zeit (und das Frühstück) total vergessen.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Überhaupt: die Zeit vergessen. Weil ich zum Beispiel ein Buch lese, dass mich so richtig fesselt.
Oder mal was ganz anderes: zufällig drei Lollies dabeizuhaben, während man von drei Leutchen belagert wird, die gerade jetzt sofort to-tal dringend einen Lolli benötigen, weil es sonst knallt.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Jegliche Art von Blödsinn. Und wenn ich einen Witz erzähle und hinterher nicht die einzige bin, die darüber lacht.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Dann - selbstverständlich - Zitronen! Ihr Geruch, Geschmack, Form, Farbe (Und eigentlich mag ich gelb nicht so besonders gerne, aber bei Zitronen mach ich da echt mal ne Ausnahme!): einfach perfekt. Ich muss Zitrone nur angucken und schon krieg ich gute Laune!

Noch mehr gute Laune bekomme ich, wenn ich diese oft skurrilen Bauwerke im Kinderzimmer oder im gesamten Rest der Wohnung finde.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Wenn meine Tochter was Schlaues sagt und ich nicht vergesse, es sofort aufzuschreiben.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Einfach so aufs Wasser gucken. Welche Art von Wasser ist dabei ziemlich egal. Funktioniert bei mir erstaunlicherweise auch mit Fotos von Wasser, aber echtes Wasser ist natürlich besser, vor allem, wenn sich da vier Schwäne so fotogen anordnen.

"Glück ist..." mit Doro von "dorobot" - Gastpost auf "Fee ist mein Name"

Weiterhin macht es mich glücklich, wenn Dinge sich restlos aufteilen lassen.
Oder wenn ich zufälligerweise genau so viel Kleingeld in der Tasche habe, wie ich gerade benötige.
Oder Sachen im Rucksack finde, die ich gerade total gut gebrauchen kann.
Oder im Supermarkt an der schnellsten Kassenschlange stehe.
Oder an der langsamsten, dafür aber wunderbar unterhalten werde.
Oder oder oder oder....

Jetzt könnte man denken: "Na gut, ist ja alles ganz nett, aber mich macht das deshalb noch lange nicht glücklich!" Das stimmt wohl. Aber ganz ehrlich: da ist doch schon wieder der Kopf im Wege. Mein Tipp daher: Denken aus, Glück an. Wenn man die ganzen kleinen persönlichen Alltagsglücke zusammenrechnet, kommt da am Ende sicher ein halbwegs anständiges Glück bei rum.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Von Dellen, Beulen und Flecken und wie ich damit diesen Sommer und in Zukunft umzugehen gedenke // Blogparade: "Mein Körper und ich"

Das weibliche Verhältnis zum eigenen Körper ist in vielen Fällen ein schwieriges. Und ich nehme mich da nicht aus. Schon immer habe ich mit mir gehadert. Wertvolle Zeit damit vertrödelt, meine Beine zu kurz, die Oberweite zu klein und die Ärmchen für zu speckig zu befinden. Zeit in der ich hätte Spaß haben können. Stattdessen habe ich jahrelang damit zugebracht zu erkennen, dass mein Körper, so wie er war, eigentlich ganz schön gut war. Zwar kein durchschnittlich großer und mit vermeintlichen Idealmaßen daherkommender Körper, aber eben mein Körper und genau richtig für mich. Alle Zwischenstadien die ich durchlaufen habe, haben meinen Körper nicht besser, meine seelische Verfassung aber dafür fragiler und mich unglücklicher gemacht. Und ich hatte es gerade hinter mir gelassen, war in einem Stadium angelangt, an dem ich das Gefühl hatte, mit meinem Körper ins Reine zu kommen und dass er, wenn ich mir nicht zu viele Gedanken mache, schon ganz gut klarkommt und mir signalisiert, was er braucht und was nicht, da kam die MS-Diagnose um die Ecke.

Von Dellen, Beulen und Flecken und wie ich damit diesen Sommer und in Zukunft umzugehen gedenke // Blogparade: "Mein Körper und ich" - "Fee ist mein Name"

Und, schwupps, schon kreisten meine Gedanken wieder viel zu häufig um meinen Körper. Und damit meine ich noch nicht mal die Auseinandersetzung mit den Symptomen der Krankheit, die ständigen Fragen: "Ist das hier gerade die MS oder ist das normal und haben das andere vielleicht auch? Und wenn es die MS ist, ist es ein Schub? Oder sind es nur irgendwelche Begleiterscheinungen? Was kann ich noch und was kann ich nicht? Was darf und was möchte ich meinem Körper zumuten? Und kann er mal bitte eine Sprache lernen, die ich (und auch die Ärzte) verstehen? Von wegen, er sagt mir schon, was er braucht und was nicht..." – Auf all das war ich vorbereitet, damit arrangierte ich mich schneller als gedacht. Was ich so allerdings nicht habe kommen sehen, ist, dass ich jetzt hier fünf Jahre später sitze und wieder mit meinem Körper hadere. Mit meinem Körper, wie er aussieht.

Schuld daran sind die Spritzen. Ich habe mich für eine Therapieform entschieden, die ich regelmäßig subkutan, das heißt unter die Haut, selbst injizieren muss. Die ersten Jahre war das jeden Tag, seit Anfang April zum Glück nur noch dreimal die Woche. Ich wusste, dass der Wirkstoff kurzfristig zu lokalen Hautreaktionen führt. Rötungen, Schwellungen, Verhärtungen, auch häufiger mal blaue Flecken. Und dadurch, dass man nur einmal im Monat in die gleiche Stelle spritzen darf und auch der Abstand der einzelnen Injektionen ein gewisses Minimum nicht unterschreiten sollte, ergab sich daraus für mich ein Muster aus sechs Stellen am Bauch, schön regelmäßig um den Bauchnabel verteilt, je sechs an jedem Oberschenkel, vier auf jeder Pobacke und zwei an jedem Arm. Immer hatte ich irgendwo eine Beule oder einen blauen Fleck. Je nachdem, wie lange es dauerte, bis sie abklangen, auch gerne mehrere gleichzeitig, hübsch über den ganzen Körper verteilt.

Von Dellen, Beulen und Flecken und wie ich damit diesen Sommer und in Zukunft umzugehen gedenke // Blogparade: "Mein Körper und ich" - "Fee ist mein Name"

Im Winter konnte ich mich damit immer noch ganz gut arrangieren, aber sobald es draußen wärmer wurde, merkte ich schon, dass ich wieder befangener wurde, was mein Aussehen anging. Je wärmer die Temperaturen und je kürzer die Klamotten, desto schwieriger wurde es. Ich hatte das Gefühl, alle schauten mich an und starrten auf die betroffenen Stellen. Ich befürchtete, die Leute würden denken, dass der Freund mich misshandelt. Ich begann, solche Situationen zu meiden, oder passte die Kleidung an. Kleider oder Oberteile ohne Ärmel verschwanden erst aus meiner Nutzungsrotation und dann auch ganz aus meinem Kleiderschrank. Röcke wurden länger, kurze Hosen erst gar nicht in Erwägung gezogen. Einen Badeanzug oder Bikini zu tragen? Undenkbar. Aber das macht ja auch nichts, redete ich mir ein, schließlich finde ich Schwimmen gehen ja eh grundsätzlich doof. Und mit dieser Linie fuhr ich ganz gut. Ich hatte nicht das Gefühl, mich allzu groß einzuschränken. Und immerhin wusste ich ja: Alle diese Flecken und Beulen wären immer nur vorübergehend. Tja.

Irgendwann letzten Sommer fiel es mir zum ersten Mal richtig auf: Einerseits gab es mittlerweile einige Stellen, vor allem an den Beinen und Armen, an denen sich dauerhafte Schatten gebildet hatten. Stellen, an denen Rötungen und Überreste von blauen Flecken scheinbar nicht mehr richtig verschwinden wollten. Andererseits waren da aber auf einmal nicht mehr nur Beulen, da waren auch Dellen. Und zwar nicht zu knapp. Badeanzugmodel-Hautqualitäten hatte ich zwar noch nie, aber dass die Cellulite plötzlich mit solcher Macht zuschlug, wunderte mich dann doch ein bisschen. Ich verdrängte es zunächst immer wieder gekonnt, zu sehen bekam die Stellen ja eh niemand. Jedes Mal jedoch, wenn ich in einem Hotel oder einer Umkleidekabine aufschlug und plötzlich mit schmeichelnder, künstlicher Beleuchtung direkt von oben und in sexy Farbschattierungen konfrontiert war, drängten sich die (in diesem Rahmen noch massiver erscheinenden) Hautläsionen wieder mit aller Macht in mein Bewusstsein. Als Weihnachten vor der Tür stand und als Geschenk noch mehr Dellen im Gepäck hatte, war ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich den Rachegott der Orangenhaut unfassbar provoziert haben musste, anders war es nicht mehr zu erklären.

Von Dellen, Beulen und Flecken und wie ich damit diesen Sommer und in Zukunft umzugehen gedenke // Blogparade: "Mein Körper und ich" - "Fee ist mein Name"

War es aber doch. Wie sich kurze Zeit später im Gespräch mit meiner MS-Krankenschwester (sowas bekommt man gratis obendrauf, wenn man viel Geld in die Pharmaindustrie pumpt) nämlich herausstellte, war das gar keine Cellulite. Das waren Stellen, wo der Wirkstoff meiner Spritzen das Unterhautfettgewebe irreversibel zurückgebildet hatte. Oder: Kaputt gemacht. Aufgelöst quasi. Bäm. Kann passieren, muss aber nicht. Aber wenn man betroffen ist, wird es potentiell nur noch schlimmer, nicht mehr besser. Und damit war der Moment gekommen, an dem ich meine Krankheit zum ersten Mal richtig, richtig scheiße fand. Man darf es eigentlich nicht laut sagen, aber die Tatsache, dass ich nun an immer mehr Stellen meines Körpers aussah, als hätte jemand punktuell die Luft abgelassen, fand ich schlimmer, als den Umstand, dass eine chronische Autoimmunerkrankung unaufhaltsam mein Nervensystem zerstörte. Ich stand vor dem Spiegel und mir war nach Heulen. Und zwar immer wieder. Herzlichen Glückwunsch, Fee, Sie haben genau die richtigen Prioritäten.

Und genau darüber denke ich jetzt schon ein paar Monate nach. Nur falls jemand auf die Idee kommt: Die Therapie auszusetzen oder zu einem anderen Präparat zu wechseln, steht aus diversen persönlichen Gründen nicht zu Debatte. Darum soll es aber auch gar nicht gehen. Sondern darüber, wie ich gedenke, mit der Situation weiter umzugehen. Denn ich habe beschlossen, dass ich nicht für den Rest meiner Tage so tun kann und möchte, als wäre es total knorke, auch bei 33 Grad Celsius allerhöchstens Haut an Unterarmen und Unterschenkeln zu zeigen, komme was wolle. Oder Pools, Schwimmbäder oder das Meer zu ignorieren und damit vor allem mich selbst zu bestrafen. Kann ich mich ja auch gleich zuhause einschließen und nie wieder rauskommen. Und da es jetzt erstens gerade total heiß draußen ist und ich zusätzlich mit dem Freund überlege, ob wir dieses Jahr in den Urlaub nicht mal wieder irgendwo hinfahren sollten, wo Strand und Meer und warmes Wetter und Entspannung eine Rolle spielen, ist das der optimale Zeitpunkt, um eine Entscheidung zu treffen. Eine "Ich gelobe hiermit vor der Weltöffentlichkeit vor Euch, den Kampf gegen meine inneren Stimmen aufzunehmen, die mir sagen, dass ich mich so niemandem zeigen kann"-Entscheidung.

Von Dellen, Beulen und Flecken und wie ich damit diesen Sommer und in Zukunft umzugehen gedenke // Blogparade: "Mein Körper und ich" - "Fee ist mein Name"

Ich werde in die Stadt fahren und einen Badeanzug kaufen. Wenn ich ganz mutig bin, sogar einen Bikini, denn am Bauch habe ich diese Dellen mittlerweile auch und dort sehen sie noch seltsamer aus als an Armen und Beinen. Ich werde ihn nicht nur zu Hause auf dem Balkon tragen, sondern ich werde mich damit auch irgendwo an den Strand legen. Ohne einen Rock darüber, der meine Beine kaschiert. Ich werde von meinem Handtuch oder meiner Liege aufstehen und vor anderen Menschen herumlaufen. Ich werde schwimmen gehen im Wasser planschen. Vielleicht kaufe ich gleich auch noch ein luftiges Kleid mit Spaghettiträgern dazu. Ich werde es tragen und versuchen, mich schön dabei zu fühlen. Ich werde vermeintliche und auch wirkliche Blicke so gut es geht ignorieren. Ich werde einen großartigen Sommer haben. Einen, den ich mir jetzt schon zu lange wieder verwehrt habe. Und so mache ich das ab jetzt jedes Jahr. Und dann wird es hoffentlich immer leichter.
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Aufruf zum Mitmachen   Blogparade: "Mein Körper und ich"


Vermutlich können die wenigsten von Euch sich vorstellen, wie genau meine Dellen, Beulen und Flecken aussehen. Und so weit, dass ich davon auch noch Fotos mache und sie ins Internet stelle, bin ich dann vielleicht in ein paar Jahren. Bei dem Strandfoto oben kann man es erahnen, wenn man es weiß. Eigentlich geht es ja aber auch nicht darum, wie es aussieht, sondern nur, wie ich mich damit fühle. Und ich denke, das können viele von Euch nachvollziehen. Sei es aufgrund von Unsicherheiten bezüglich Größe, Gewicht oder Körperform. Sei es aufgrund von Cellulite, Narben, Schwangerschaftsstreifen, whatever. Und vielleicht möchten ja einige von Euch ebenfalls davon erzählen. Vielleicht hattet Ihr mal Probleme mit Eurem Körper, habt sie aber überwunden und möchtet das teilen. Vielleicht wollt Ihr es diesen Sommer angehen, so wie ich. Möglicherweise ist Eure Geschichte aber auch eine ganz andere...

Eigentlich war das gar nicht geplant, aber nachdem ich den Post fertig hatte, habe ich beschlossen: Ich würde gerne Texte zum Thema "Mein Körper und ich" sammeln. Ich finde zwar, dass Blogparade ein dummer Begriff ist, aber darunter fällt sowas wohl. Wenn Ihr was dazu zu sagen habt, würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr es mit Verweis auf diesen Post tut und mir anschließend den Link schickt. Ich mache dann hier untendrunter eine kleine Liste auf, in der die verschiedensten Meinungen gesammelt werden. Vielleicht fällt es Euch etwas schwer, über das Thema so öffentlich zu sprechen, wie mir auch, aber gerade das macht es dann noch wertvoller. Mir hilft es immer, wenn ich irgendwo lese, dass andere mit den gleichen Gedanken oder Problemen kämpfen wie ich. Und ich hoffe daher, dass dieser Post auch jemandem helfen kann. Und genauso die Posts, die Ihr hoffentlich schreiben werdet. Oder zumindest ein paar von Euch. Das würde mich sehr glücklich machen.

Nachtrag: Am liebsten wäre es mir natürlich, die Posts würden auf Anregung dieses Beitrags erst entstehen. Wer jedoch vor kurzem (sagen wir im letzten Monat) etwas zum Thema geschrieben hat, darf es auch einreichen. Ältere Posts werde ich dagegen nicht mehr aufnehmen.

Alle Teilnehmer der Blogparade


1) "Karininchen" sagt: No more Fat Talk & die Geschmäcker sind verschieden.

2) "Queencake und Titangirl"erzählt, wie sie erst erkranken musste, um zu erkennen, dass Ihr Körper Liebe braucht und Respekt verdient.

3) "rikowski" (via Instagram), die auch MS hat, berichtet, dass ihre eigenen Flecken vom Spritzen sie von nichts abhalten und dass sie sie auch nicht für andere verdecken möchte. Ganz im Gegenteil.

4) Tanja von "Reiseaufnahmen" überlegt, wie ihre Figur ihre Reisepläne beeinflusst.

5) Mirtana hat auf "The Black Wolf`s Den" über ihr Übergewicht geschrieben. Sie sagt: "Laßt die Menschen tragen was sie wollen." Und: "Es ist mein Körper und er ist mein Freund."

6) "Abraxas Kuddelmuddel" sagt: "Wenn ich Bilder von mir sehe, möchte ich schreiend weglaufen." Und trotzdem zeigt sie uns welche.

7) Nadine von "NaLos_Mehrblick" spricht über ihr "Körpergefühl – damals und heute".

Dienstag, 30. Juni 2015

Im Sommer bleibt die Küche kalt: Fruchtiger Quinoa-Süßkartoffel-Salat mit Flusskrebsen (oder auch ohne)

Wenn man heutzutage mit einem Quinoa-Gericht um die Ecke kommt, setzt man sich ja gleich dem Verdacht aus, plötzlich unter die Anhänger einer dieser postmodernen Food-Religionen gegangen zu sein. Denn Quinoa ist eins der sogenannten Superfoods, denen heilsbringerartige Fähigkeiten für die eigene Gesundheit zugeschrieben werden. Davon kann man jetzt halten, was man will. Ich persönlich halte es mit all diesen Lebensmitteln folgendermaßen: Wenn sie einerseits gut schmecken und mich andererseits nicht arm machen, spricht doch nichts dagegen, sie ab und zu mal in den Speiseplan einzubauen. Wenn sie zusätzlich noch gesund sind: Umso besser. Umgekehrt heißt das aber auch: Was nicht schmeckt, kommt nicht in die Tüte. Chia-Samen zum Beispiel. Echt jetzt? Das kann doch niemand ernsthaft gut finden. Die aufgequollenen Glibberkügelchen mit einer Konsistenz zwischen Sago (Bah!) und Kaviar (Doppel-Bah!) rangieren auf meiner ultimativen Highlight-Skala irgendwo zwischen Schafsmagen und gerösteten Blattwanzen. Muss also nicht sein. Quinoa hingegen: Lecker und eine super Abwechslung im Alltagsbrei aus Reis und Nudeln, in den sich höchstens ab und zu mal ein wenig Couscous verirrt. Und außerdem perfekt geeignet, wenn die Salatsaison wieder anbricht.

Fruchtiger Quinoa-Süßkartoffel-Salat mit Flusskrebsen (oder auch ohne) - "Fee ist mein Name"

Salatsaison, die: Jahreszeitlich bedingte und temperaturgeprägte Phase, in der kalte, aber trotzdem nahrhafte Hauptspeisen ihren warmen Verwandten vorgezogen werden. Aka: Jetzt. Und ganz im Jean-Pütz-Style habe ich da schon mal was vorbereitet, nur für den Fall, dass Euch bei der Hitze, die diese Woche angekündigt ist, die kombinatorische Phantasie verlässt: Fruchtiger Quinoa-Süßkartoffel-Salat mit Flusskrebsen. Oder auch ohne. Wenn man die nicht mag, kann man sie nämlich auch einfach weglassen. Der Rest der Salatmannschaft kommt auch gut alleine klar.

Für zwei hungrige Salat-Hauptspeisen-Verkoster braucht Ihr:
100g schwarzen Quinoa (der schmeckt nussiger als die helle Variante und passt super zum Obst bekommt man in Holland übrigens sehr günstig, falls da jemand gut hinkommt), 200g Süßkartoffeln, eine Mango, eine Handvoll rote Trauben, eine halbe Salatgurke, eine Kugel Mozzarella oder 150g Feta (je nachdem ob man es mild oder etwas herzhafter mag), eine kleine Packung gekochte Flusskrebsschwänze, Walnussöl, weißen Balsamico, 1 TL mittelscharfen Senf, 1-2 TL Ahornsirup

Fruchtiger Quinoa-Süßkartoffel-Salat mit Flusskrebsen (oder auch ohne) - "Fee ist mein Name"

Die Zubereitung ist dann nicht weiter schwierig. Die Süßkartoffeln schälen, würfeln und circa fünf Minuten bis zur gewünschten Bissfestigkeit kochen. Quinoa nach Packungsanleitung zubereiten. Wichtig dabei: Vorher gründlich unter fließendem, kalten Wasser abspülen, das entfernt die Bitterstoffe. Ich persönlich koche Quinoa in Gemüsebrühe, statt in Wasser, das sollte ich vielleicht dazu sagen. Und ich lasse die Samen nach dem Kochen noch mal 10-15 Minuten abgedeckt stehen und quellen. Süßkartoffeln und Quinoa anschließend abkühlen lassen. Der Rest der Salatzutaten muss nur geputzt und in Stücke geschnitten werden. Für das Dressing Öl, Essig, Senf und Ahornsirup nach Gusto abschmecken. Schließlich alles mischen und gut durchrühren. Salattypisch eben ;)! Als Ergänzung kann ich mir übrigens auch noch gut ein paar Frühlingszwiebel-Röllchen vorstellen.

Ich persönlich stehe total auf die fruchtige Note mit Mango, Trauben und Ahornsirup im Dressing. Der Freund möchte das nächste Mal aber lieber wieder was ohne Obst. Naja, die Geschmäcker sind verschieden. Bleibt halt mehr für mich ;)! Und was serviert Ihr so, wenn das Thermometer schwitzt?!