Freitag, 17. April 2015

Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion)

Im Sommer finde ich die Vorstellung von Winter immer gar nicht sooo übel. Immerhin kann man es sich drinnen gemütlich machen, Weihnachten ist auch ganz cool und auf Schnee ab und zu stehe ich ebenfalls. Kaum jedoch beginnt es nach dem Winter wieder zu sprießen und die Tage werden länger, merke ich, WIE SEHR mir der Winter in der Zwischenzeit aufs Gemüt geschlagen hat. Und ich kann es dann kaum erwarten, den Balkon wieder herzurichten und sehne die Zeiten herbei, in denen man wieder (ohne zu frieren) im Freien sitzen kann. Der Vorteil daran, dass ich mittlerweile einen Großteil meines Balkons mit Freilandsukkulenten bepflanzt habe, ist: Ich muss im Frühjahr gar nicht sooo viel machen und pflanzen, die Dinger überleben ja den Winter (zumindest die meisten) und beginnen, wenn es wärmer wird, von selbst wieder auszutreiben und "Nachwuchs" und Blüten zu bilden.

Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"

Abgesehen von einer paar braunen Blättern, die ich noch abzupfen muss, hat alles bei mir den Winter gut überstanden. Und dabei habe ich weder etwas abgedeckt, noch sonstige Vorkehrungen getroffen. Ich habe die Hauswurze und Fetthennen auch im Winter regelmäßig gegossen, nur etwas weniger und wenn es tatsächlich mal gefroren hat gar nicht. Aber ansonsten: Business as usual. Und es ist doch echt großartig, wenn man bei den ersten Sonnenstrahlen nicht erst mal ins Gartencenter rennen und eine Wagenladung an frischem Grün im Gegenwert eines superschicken Abendessens rankarren muss. Stattdessen kann man sich darauf konzentrieren großreinezumachen und den Dreck vom Winter zu beseitigen (Spaaaaß! – steht bei mir auch immer noch aus) und blickt dabei bereits auf üppig wuchernde Sukkulentenlandschaften. Könnte schlimmer sein...

Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"

Für alle, die gar nicht wissen, was das für Pflanzen sind und wie man sie pflegt – ich habe letztes Jahr einen kleinen Guide darüber geschrieben, den ich Euch dann gerne noch mal ans Herz legen möchte. Es handelt sich bei Freilandsukkulenten nämlich nicht nur um unfassbar schöne und artenreiche Pflanzen (meiner bescheidenen Meinung nach), sie sind außerdem unglaublich pflegeleicht und gedeihen selbst auf meinem undankbaren Nordbalkon wie Unkraut. Und im Zweifel kann man sie sogar zu Weihnachten als Deko an den Baum hängen. Echt wahr...

Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"

Und weil man nie genug Vielfalt an Pflanzen haben kann, habe ich mir eine kleine Ringtausch-Aktion überlegt. Natürlich vorausgesetzt, Ihr habt da Lust drauf. Jeder der mitmacht, bekäme von mir zwei bis drei "Empfänger" zugewiesen, denen er Ableger oder kleine Einzelpflanzen von zwei bis drei verschiedenen Sorten von Freilandsukkulenten zuschickt. Je nach Größe natürlich auch mehrere pro Sorte. Er wiederum bekommt dann auch Ableger von ebenfalls zwei bis drei Leuten zugeschickt, die aber nicht zwingend die gleichen Personen sein müssen, denen er etwas schickt. Ihr würdet mir vorher Fotos schicken, damit ich weiß, was Ihr so im Angebot habt, und ich würde dann möglichst so mischen, dass viel Abwechslung reinkommt. Im Idealfall hätte dann also jeder Teilnehmer nach Ablauf der Aktion sechs bis neun neue Sorten in seinem "Arsenal". Wie klingt das?

Es ist auch nicht notwendig, dass alle Teilnehmer bereits selbst Pflanzen besitzen. Wenn man die Sukkulenten im Gartencenter kauft (für echt wenig Geld, also keine Sorge), haben sie ohnehin in der Regel bereits massig Ableger, die man dann gleich wunderbar unter die Leute schmeißen kann. Da ich bis Ende Mai beschäftigt sein werde und keine Zeit hätte, mich um die Aktion zu kümmern, würde ich das für den Juni planen wollen. Was haltet Ihr davon? Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wenn Ihr Lust habt, dabei zu sein, dann kann ich abschätzen, ob es sich lohnt. Ich würde das Ganze dann noch mal extra ankündigen, wenn es losgeht. Falls Ihr Angst habt, das zu verpassen, schickt mir doch einfach zusätzlich noch eine Email, dann informiere ich Euch persönlich.

Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"
Endlich wieder: Balkonien erwacht zu neuem Leben (inklusive Freilandsukkulenten-Ringtausch-Aktion) - "Fee ist mein Name"

Also, wie sieht es aus? Seid Ihr genauso große Fans von Hauswurzen und Co. wie ich und wenn ja, hättet Ihr Lust auf so eine Tauschaktion? Ich würde mich jedenfalls riesig freuen...

Und falls jemand nur Ableger loswerden will und selbst keine haben möchte: Ich opfere mich freiwillig. Und ich bin sicher, ich finde auch noch ein paar andere willige Abnehmer :)!

Mittwoch, 15. April 2015

Zootierporträtfotografie goes Tierparkporträtfotografie

In so einer verantwortungsvollen Position wie der einer selbsternannten Zootierporträtfotografin darf man nichts schleifen und zu viel Routine einschleichen lassen. Um den Blick für die Individualität der Tiere zu schulen, ist es notwendig, möglichst viele verschiedene von ihnen vor die Linse zu holen. Und so schön ich den Dortmunder Zoo finde, allein durch meine Eintrittsgelder wird der Artenreichtum dort nicht exponentiell in die Höhe schnellen und so muss ich ab und zu über den Tellerrand schauen, um in Training zu bleiben und die Sinne zu schärfen. Und genau deswegen war ich vergangene Woche im Tierpark Bochum. Und ihr dürft daran teilhaben...

Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"

Ok, das ist gelogen. Habt Ihr Euch sicher schon gedacht. Die Realität ist banal und recht langweilig: Letzte Woche fragte Ruhrpottbloggerinnen-Kollegin Haydee in die Runde, ob jemand Lust hätte, sie bei einem Besuch in den Bochumer Tierpark zu begleiten. Ich hatte Lust. Vor allem, weil die neue OM-D E-M1 gerade neu hier eingezogen war und nach potentiellen Einsätzen dürstete. Oder besser ich. Und so ging ich mit. Und auch wenn das mit der Zootierporträtfotografin natürlich völliger Quatsch ist, ich liebe es einfach in den Zoo zu gehen und Fotos zu machen. Und im Bochumer Tierpark war ich außerdem auch noch nie. Mal ehrlich: Braucht es mehr Gründe?

Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"

Der Bochumer Tierpark ist überschaubar. Manche mögen das als Nachteil sehen. Ich sehe das als Vorteil. Nichts stresst mich mehr, als irgendwo zu sein und das Gefühl zu haben ich müsste mich hetzen, damit ich alles sehe, bevor der Laden schließt. Ich muss dazu sagen: Ich habe ein großes Bedürfnis nach Vollständigkeit. In den Zoo gehen und nur die Affen angucken? Geht gar nicht. Ich muss einmal bei allen vorbeigucken und wenn dann am Ende noch Zeit bleibt, hocke ich mich bis Toreschluss ins Affenhaus. Einfach weil ich total auf Affen stehe. Aber ich komme vom Thema ab.

Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"

Der Bochumer Tierpark ist also überschaubar. Man kann einmal durchgehen. Und dann noch einmal durchgehen. Und wenn man Lust hat auch noch mal. Es gibt ein paar kleinere exotische Säugetiere, wie zum Beispiel die Kattas, ein paar Erdmännchen oder Totenkopfäffchen. Außerdem gibt es viele Vögel, ein Aquarien- und Terrarienhaus mit vielen Fischen und auch Reptilien, es gibt eine Meereswelt mit Seehunden und Pinguinen und vor allem auch viele heimische (Haus-)Tiere. Perfekt für einen vollständigkeitsliebenden Zootierporträtfotografen wie mich. So kann man sich für alle Tiere genug Zeit nehmen und ihre Persönlichkeiten fürs Foto angemessen einfangen.

Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"

Theoretisch hätte ich den ganzen Tag vor dem Katta-Haus stehen können, denn es gab Nachwuchs. Gefühlt die Hälfte aller Bilder dieses Tages zeigen daher Katta-Babys. Ich habe mich für den Post aber zusammengerissen und stark beschränkt. Ein Bild gibt es noch auf Instagram. Und sagt jetzt nicht, sie wären nicht furchtbar entzückend. Diese Stielaugen sind ja wohl absolut zum Verlieben. Aber alle anderen Protagonisten haben ihre Aufmerksamkeit auch redlich verdient. Wer ist Euer Favorit?

Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"
Tierpark Bochum - "Fee ist mein Name"

Sonntag, 12. April 2015

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag

Eigentlich sollte dieser Post schon vor zwei Wochen erscheinen. Doch dann habe ich mir spontan überlegt, das #abcfee neu aufzulegen, anschließend wollte die Schlüssel-Airbnb-Geschichte raus und überhaupt kam immer irgendwas dazwischen. Dabei wollte ich die Bilder doch unbedingt zur Untermauerung meiner "Frühling für alle, mit Sonne und lauer Luft, und vor allem immer"-Initiative raushauen. Damit hat es nämlich in den ersten offiziellen Frühlingswochen gar nicht gut geklappt. Mittlerweile hatte Petrus zwar ein Einsehen und hat immer mal wieder den blauen Himmel ausgepackt, aber in der Konstanz in der ich mir das vorstelle, läuft es noch nicht rund.

Für alle, die genau wie ich nach noch ein bisschen mehr Lenz lechzen, ist mein kleiner Rückblick auf einen Bummel durch die Altstadt vom Rom daher auch heute noch Balsam für die Seele. Virtuelle Reisen schaden nie und wenn sie dann noch Traumwetter im Gepäck haben: Läuft.

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // das Pantheon - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // das Pantheon - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // das Pantheon - "Fee ist mein Name"

Mein Besuch in der italienischen Hauptstadt ist zwar jetzt auch schon wieder knapp ein Jahr her, aber ich glaube mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen zu können, dass sich dort seither wenig verändert hat. Steht ja alles schon ein paar Jährchen und tuts vermutlich auch noch die nächsten. Nachdem wir am ersten Tag das antike Rom durchpflügt und an Tag Zwei den Vatikan abgegrast hatten, stand am letzten Tag des Kurztrips eben die Altstadt auf dem Programm. Und los ging es am Pantheon. Auch wenn der Rundbau auf den ersten Blick nicht danach aussieht das Pantheon ist eine Kirche. Zumindest seit die Katholiken das Gebäude im Jahr 609 dazu gemacht haben. Aber auch vorher war es ein Tempel und wurde kultisch genutzt. Eigentlich gehört es damit in die Antike und zu Tage Eins unserer Tour, aber das wollen wir mal nicht so eng sehen.  Das Spannende ist hier vor allem die fette Kuppel, die mit 43,45m zwar schon lange nicht mehr die größte der Welt ist, aber diesen Titel immerhin über 1700 Jahre verteidigt hat. Außerdem stand sie Pate für unzählige andere Kuppelbauten in der ganzen Welt, aber vor allem auch in Rom selbst. Und das muss man als Kuppel ja erst mal leisten. Respekt, Respekt. Das einzige Licht fällt durchs Eingangsportal oder durchs Opaion, das runde, neun Meter messende Loch an der Kuppeldecke. Dafür ist es ordentlich hell. An Schlechtwettertagen regnet es einem dafür aber auch auf die Rübe ;)!

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // das Pantheon und der Piazza della Rotonda - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag //Piazza della Rotonda mit der Fontana del Pantheon - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag //Piazza della Rotonda mit der Fontana del Pantheon - "Fee ist mein Name"

Direkt vor dem Pantheon befindet sich der belebte Piazza della Rotonda mit der Fontana del Pantheon. Links klappern ein paar Pferdekutschen übers Kopfsteinpflaster, rechts packt ein Cellist sein Instrument ein und ein Gitarrenspieler seins aus, überall sitzen Menschen und strecken die Gesichter gen Sonne und überhaupt fühlt sich dieser Aufenthalt gerade zum ersten Mal richtig wie Urlaub an. Ich schöpfe etwas Wasser aus einem der vielen kleinen Nasoni, den Trinkbrunnen, die über die ganze Stadt verteilt sind, und kann mir theoretisch auch vorstellen, hier den Rest des Tages sitzen zu bleiben und einfach nur Leute zu beobachten. Aber es geht weiter im Programm. Wir orientieren uns gen Westen zum Piazza Navona. Auf dem Weg stecke ich meinen Kopf immer wieder in irgendwelche Kirchen, die gibt es ja hier zur Genüge, da die Mehrzahl meiner Mitreisenden meine Faszination an sakraler Architektur und Kirchenschmuck aber nur so begrenzt nachvollziehen kann, tue ich das in der Regel allein und belasse es bei einem flüchtigen Blick.

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza Navona - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza Navona - "Fee ist mein Name"

Angekommen am Piazza Navona bin ich erstmal geflasht. Der Platz selbst ist vor lauter Straßenkünstlern kaum zu sehen. Es gibt Porträtmaler in Hülle und Fülle, beschauliche Ansichten jedes Gebäudes und jedes Platzes in Rom, wahlweise in Aquarell oder Acryl, es gibt lebende Statuen, es gibt Wahrsager, Souvenirverkäufer, Straßenkünstler jeglicher Couleur und gerahmt wird das Szenario von den üblichen überteuerten Cafés und Restaurants zum Sehen und Gesehen werden. Ich gebe zu: Das Ganze ist mir ein bisschen too much. Und nach einer Runde von links nach rechts, einmal alles angucken und gut, hält mich hier auch nichts für einen längeren Aufenthalt.

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza Navona - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza Navona - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza Navona - "Fee ist mein Name"

Klar, da gibt es die berühmten Brunnen von Gianlorenzo Bernini. Wobei ich die beiden kleineren, die Fontana del Moro am südlichen und die Fontana di Nettuno am nördlichen Platzende, persönlich schicker finde als den Hauptbrunnen, den monumentalen Fontana dei Fiumi, in der Mitte. Nicht so überladen, meiner Meinung nach. Im Süden kämpft ein Maure mit einem fetten Fisch und im Norden Neptun mit einem Kraken. Außerdem bekommen alle von Tauben auf den Kopf gekackt. Aber das ist wohl das Schicksal von bildhauerischen Werken überall, nicht nur in Rom. Eins meiner Lieblingsbilder des Trips ist und bleibt daher auch das leicht hysterische Pferd, das in Neptuns Rücken beharrlich versucht, das Taubenvieh von seiner Nase zu verscheuchen. Spoiler Alarm: Vergeblich.

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Fontana di Trevi - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Fontana di Trevi - "Fee ist mein Name"

Und weil wir gute Touristen sind, geht es Schlag auf Schlag weiter. Nächster Programmpunkt: die Fontana di Trevi. Auf dem Weg stärken wir uns mit einem Eis bei Giolitti in der Via degli Uffici del Vicario 40, das uns mehrfach als das beste Eis in Rom angepriesen wurde. Wir haben keinen Vergleich, deswegen lasse ich das einfach mal so im Raum stehen, aber lecker ist es auf jeden Fall und der Laden hat Stil. Die Stärkung können wir allerdings auch gut brauchen, denn als wir um die letzte Ecke auf dem Weg zum Brunnen biegen, kippen wir fast hintenüber. Alles, was ich bisher in Rom an Menschenmassen gesehen habe, verblasst gegen den Auflauf hier zu einem mickrigen Witz. Zu Hunderten stapeln sie sich auf den Treppenstufen vor dem Brunnen und warten darauf, Ihr Klischee-Touri-Foto machen zu können und ein paar Münzen ins Wasser zu werfen. Weil wir Lemminge sind und uns dem Vorbild unserer Reisebegleitungen nicht entziehen können, machen wir ebenfalls so ein Foto, sehen aber auch entsprechend begeistert darauf aus. Unser Geld behalten wir dagegen lieber. Glück haben wir auch so und die eine Million Euro von anderen, die die Stadt da jährlich rausfischt, reicht vermutlich. Danach sind wir schnell wieder weg. Der Brunnen ist zwar ganz schick, aber mehr auch nicht. So ein Aufriss, nur weil Anita Ekberg da vor über 50 Jahren mal lasziv drin gebadet hat. Und dabei war sie noch nicht mal nackt. Versteh' einer die Leute...

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Fontana di Trevi - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag - "Fee ist mein Name"

Als nächstes orientieren wir uns gen Norden, zur Spanischen Treppe. Die Fontana della Barcaccia direkt davor auf der Piazza di Spagna wird gerade renoviert, restauriert, was auch immer, jedenfalls ist der Brunnen eingerüstet und nicht zu sehen. Außerdem filmt ein Fernsehteam in enervierender Penetranz immer wieder die gleiche Moderationsszene direkt am Fuß der Treppe. Wir setzen uns trotzdem. Das scheint bequem zu sein. Immerhin sitzen hier gefühlt alle die Touris, die gerade nicht vor der Fontana di Trevi lauern. Auf einen verhüllten Baustellenbrunnen und ein hektisches Filmteam zu starren, erweist sich jedoch recht schnell als weniger spannend als zunächst gedacht. Ich beschließe mir die Kirche Santa Trinità dei Monti anzuschauen, die oben über der Treppe thront, und zu meinem Erstaunen entscheidet unsere kleine Reisetruppe, sich mir anzuschließen. Als wir oben ankommen, genießen wir zwar eine wunderbare Aussicht, fühlen uns aber auch ein wenig wie nach der Erstbesteigung des Mount Everest und wollen uns am liebsten direkt wieder setzen. Trotz der Tatsache, dass wir erst Anfang März haben, ist es bereits ganz schön warm und so nutzen wir die Kirchenbänke zu einer willkommenen schattigen Rast. Mein Bedürfnis porträtiert zu werden, hält sich in eng gesteckten Grenzen und ich lasse mich kurzfristig zu einer ganz und gar unchristlichen Geste hinreißen. Liebe Kinder, macht das nicht nach. Zumindest nicht in einer Kirche.

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Spanische Treppe - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag  - "Fee ist mein Name"

Das nördliche Ende und Finale unseres Sightseeing-Rundgangs ist der Piazza del Popolo und hier finde ich endlich ein bisschen Ruhe. Mit Blick auf die Zwillingskirchen Santa Maria in Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli setzen wir uns an den Fuß des Obelisken in der Mitte des Platzes, schauen wabernden Riesenseifenblasen hinterher und lauschen einer mehr oder weniger engagierten Musiker-Kombo, die italienische Schnulzen zum Besten gibt. Die Touristenhorden scheinen sich hier mehrheitlich nicht hin zu verirren und so atmet der Platz ein wenig Weite, die wir bisher vergeblich gesucht haben. Möglicherweise liegt das aber auch schlicht und ergreifend daran, dass er verdammt groß ist ;)! Ich lade Euch jedenfalls ein, jetzt neben mir Platz zu nehmen, Euch zurückzulehnen, die Augen zu schließen, die Sonne zu genießen und von der vorangegangenen Mammuttour zu erholen. Das wars mit Rom, zumindest was den Rückblick auf den Trip 2014 angeht. Aber wer weiß, vielleicht verschlägt es mich ja irgendwann mal wieder dorthin. Genug zu sehen gäbe es definitiv noch. Und dann vielleicht auch mit etwas mehr Ruhe und abseits der Touri-Hotspots...

Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza del Popolo - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza del Popolo - "Fee ist mein Name"
Roms Altstadt – Ein Sehenswürdigkeiten-Rundumschlag // Piazza del Popolo - "Fee ist mein Name"