Ich trink Blumen: Himbeer-Hibiskus-Limonade mit Vanille

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Himbeer-Hibiskus-Limonade mit Vanillenote - Rezept auf "Fee ist mein Name"
24. Juni 2018 / By / , , , / 4 Comments

Ich weiß nicht, wann es anfing, aber irgendwann wurden essbare Blüten der heiße Scheiß. Kein Restaurant, das etwas auf sich hielt, das seine Salate und Suppen nicht mit Blumen bestreute, kein Fine Dining ohne die obligatorische Blütendekoration on top. Gleichzeitig schmiss man Veilchen und Rosen und Lavendel und Ringelblüten in seine Gebäckkreationen, in Butter, in Getränke aller Art, in alles, was nicht bei drei auf dem Baum war. Und ich? Ich fand das alles eher so „äääh“.

Zugegeben, ich bin komisch. Ich mag auch viele Kräuter nicht, weil sie für mich schmecken, als würde ich eine Wiese annagen. Und genauso geht es mir mit Blüten. Sie schmecken wie Blumenbeet. Als würde ich im Park hingehen und, statt an den Rosen zu riechen, kraftvoll zubeißen. Danke, nein. In der Vase gerne, auf dem Teller eher nicht. Kann ja jeder machen, wie er will, aber bei mir wird das nichts mit „Löwenzahn aufs Brot“, sorry, liebe „Ärzte“.

Himbeer-Hibiskus-Limonade mit Vanillenote - Rezept auf "Fee ist mein Name"

Aber es wäre ja langweilig. wenn es nicht von jeder Regel eine Ausnahme gäbe. Und in meinem Fall heißt diese Ausnahme Hibiskus. Denn esse ich zwar nicht, aber ich trinke ihn. Und das ist ja schon mal ein Anfang. Höchstwahrscheinlich bin ich als Kind einfach lang genug mit massenhaft Früchtetee konditioniert worden, der ja gerne mal große Mengen der roten Blüten enthält – wegen der schönen Farbe. Jedenfalls finde ich Hibiskus gut und zwar nicht nur als Tee, sondern vor allem auch als Zutat im Sirup. Zucker, Wasser, Blüten, aufkochen, fertig. So zumindest läuft das in Mexiko, wo das Ganze Agua Fresca heißt und immer und überall serviert wird, an Groß und Klein, mal pur, aber auch gerne mal im Tequila. Letzteres ist jetzt nicht so meine Baustelle, aber ich bin sicher, Hibiskussirup kann jedes alkoholische Getränk nur besser machen.

Seit ich mir irgendwann letztes Jahr in einem Anfall von Übermut einen ziemlich großen Sack Hibiskusblüten mit 500g Inhalt angeschafft habe, habe ich bereits etliche Sirup-Varianten ausprobiert. Wenn man bedenkt, dass in einem Durchschnittsteebeutel 2 Gramm drin sind, kann man sich ausrechnen, wie lange man damit auskommt. Seeeehr lange nämlich. Also gab es klassischen Sirup, winterlichen Sirup mit Orange, Nelken, Zimt und Piment, frisch-säuerlichen Sirup mit Limetten und jetzt, ganz neu, eine sommerliche Variante mit Himbeeren, ein klein bisschen Zitrone und, ganz wichtig, einer dezenten Vanillenote. Und weil diese Kreation bisher mein unbestrittenes Highlight ist, möchte ich das Rezept mit Euch teilen.

Rezept für Himbeer-Hibiskus-Sirup mit Vanillenote

Ihr braucht für circa 1,25 Liter Sirup: 200 g Himbeeren, 35 g getrocknete Hibiskusblüten, 500 g Zucker, 1 Bio-Zitrone, eine halbe Vanilleschote und einen Liter Wasser.

Zubereitung:
1) Zucker und Wasser in einen großen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
2) Himbeeren waschen, hinzugeben und an den Seitenwänden des Topfes zerquetschen.
3) Hibiskusblüten hinzugeben und gemeinsam aufkochen lassen.
4) In der Zwischenzeit die Zitrone waschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Außerdem die Vanille aus der halben Schote kratzen.
5) Sobald der Sirup kocht, den Saft und die Schale der Zitrone sowie die Vanille hinzugeben, gut umrühren, vom Herd nehmen und 30 Minuten ziehen lassen.
6) Anschließend den Sirup durch ein Tuch oder ein feines Sieb abgießen, vollständig auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.

Zum Servieren mit Wasser aufgießen, ohne Kohlensäure, mit Kohlensäure, wie Ihr mögt – nur kalt sollte es sein. Ich mische circa im Verhältnis 1:5, aber das ist Geschmackssache, also einfach ausprobieren. Auch als Farbtupfer (und Geschmacksnote) im (alkoholfreien) Sekt ist der Sirup sehr zu empfehlen. Es gibt also fast keinen Grund, diesen Sommer auf meinen Himbeer-Hibiskus-Sirup zu verzichten. Nur Schwangere sollten das Zeug nicht gleich literweise in sich reinkippen. Hibiskus stimuliert nämlich die Gebärmutter und reduziert den Östrogenspiegel. Wusste ich bisher auch nicht, aber das Internet ist ja ein Quell unerschöpflicher Weisheit. In diesem Sinne: Stoßen wir darauf an, heute mal wieder NOCH klüger geworden zu sein. Prost. 

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4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Hört sich sehr lecker an. Werde ich die Woche gleich einmal ausprobieren.
    Viele Grüße Heike

  2. Paleica sagt:

    ohhh yummy! an unseren beiden mexikotagen im frühling hatte ich auch gelegenheit, hibiskussaft zu trinken, das war sooo lecker!
    ich muss das mit den blüten acuh nicht unbedingt haben, mir geht es da wie dir (kräuter hingegen mag ich sehr gern). kandierte veilchen finde ich aber irgendwie cool. vielleicht, weil ich die schon gegessen hab, bevor sie allzu hip wurden, weil ich irgendwann mal ein bisschen sisi-fan war und gelesen habe, dass das ihre liebste süßigkeit war. das musste ich natürlich (so mit 8 herum) dann auch ausprobieren.

    • Fee ist mein Name sagt:

      Ich kenne „Veilchen“ nur als diese blasslila dragierten Lakritzdinger von Haribo und die fand ich schon immer pervers :D!

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