Ende der Woche werde ich Dreißig. Und ich dachte es wäre doch ganz nett, Euch anlässlich dieses Großereignisses dreißig Dinge über mich zu erzählen, die ihr noch nicht wisst. Zumindest die meisten davon. Irgendwie verbringen wir ja doch viel Zeit miteinander, richtig :)? Und ich würde mich riesig freuen, wenn Ihr mir auch etwas über Euch erzählt. Nicht unbedingt dreißig Dinge, aber doch ein paar. Hier in den Kommentaren oder auch bei Euch auf dem Blog. Wie Ihr mögt. An alle, die gerade nicht so viel Zeit haben: Das wird hier jetzt etwas ausführlicher. Ich habe es versucht mich kurz zu fassen, aber das hat irgendwie nicht geklappt. Dafür reicht der Post vom Umfang her für morgen locker mit. Wir lesen uns also erst am Montag wieder. Falls ihr mich nicht im Anschluss für wahnsinnig haltet. Aber damit muss ich leben, schließlich stimmt alles, was ich jetzt erzähle :)!
For all my foreign readers: I won’t translate today, it’s just too much. Sorry!
1) Ich bin winzig. Die, dich mich persönlich kennen, wissen das natürlich. Aber da es mir bei so gut wie allen „Blog goes Real Life“-Begegnungen des letzten Jahres so ergangen ist, dass die erste Aussage „Meine Güte Fee, du bist aber klein“ war, dachte ich, ich halte das noch mal für alle fest: Ja! Ich bin winzig. 1,50m um genau zu sein. Und das ist auch ok so. Außer ich will Klamotten oder Schuhe kaufen. Dann ist das scheiße! Aber das ist eine andere Geschichte.
2) Mein Leben hätte eine ganz andere Richtung nehmen können. In der Schule hatte ich nämlich die Leistungskurse Mathe und Physik. Nicht Kunst. Oder Deutsch. Nein, die volle naturwissenschaftliche Dröhnung. Und ich war nicht schlecht. Ich hätte Astrophysikerin werden können oder Geometriegöttin. Na gut, vielleicht auch nicht. Aber zumindest theoretisch.
3) Ich bin ein „picky eater“, wie der englische Muttersprachler das wohl nennen würde. Die Liste der von mir verschmähten Lebensmittel ist länger, als dass ich sie Euch jetzt zumuten würde. Aber ich gestehe, und das ist mir auch ein wenig unangenehm, es stehen sehr viele Gemüsesorten drauf.
4) Heute mag ich meinen Namen, aber zu Grundschulzeiten hätte ich meine Eltern deswegen gerne mal dem Jugendamt gemeldet: Fortgesetzte seelische Grausamkeit. In Kombination mit Punkt 1) hat er mich nämlich zu einem beliebten Opfer gemacht. Und ich war ein dankbares Opfer: Große Pausen habe ich gerne mal eingeschlossen auf der Toilette verbracht. Ja, so war das :)!
5) Ich trage eine Brille. Zumindest in der Theorie. In der Praxis meistens nur wenn mich keiner sieht und ich am Rechner arbeite. Ab und zu ist sie hier schon mal aufgetaucht, aber eher selten. Das Besondere daran ist, dass ich auf einem Auge kurz- und auf einem Auge weitsichtig bin. Deswegen kann ich eigentlich immer mit einem Auge (relativ) gut sehen und schalte das andere einfach ab.
6) Ich bin eine Heulsuse. Oder nah am Wasser gebaut. Wie man’s nimmt. Das betrifft alle Lebenslagen. Filme oder Serien sind da ja noch ein verbreiteter Standard. Ich heule aber auch bei Dokumentationen oder Büchern. Irgendwie bei allem. Das versuche ich vor anderen natürlich immer zu verstecken, aber das klappt auch nicht immer.
7) Ich hasse Reality TV in jeglicher Form und Ausprägung. Ohne Einschränkung. Geht gar nicht! Dafür bin ich ein Serienjunkie. Bekennend!
8) Ich habe Angst vor Spinnen. Und zwar so eine „Spring auf Stühle und quieke wie ein wahnsinnig gewordenes Borstentier“-Angst. Das ist irrational und das ist mir bewusst. Aber Spinnen sind nun mal echt ekelig. Da könnt ich 1000 Therapien machen. Wie die schon laufen. Bäh!
9) Bezugnehmend auf Punkt 8) und den „Quiek“-Teil.: Ich habe eine „Minnie Maus“-Stimme. Auf die könnte ich echt verzichten. Besonders wenn ich mich aufrege, wird sie hoch und piepsig. Das steigert nicht gerade meine Durchsetzungskraft. Liegt wohl an dem kaum vorhandenen Klangkörper.
10) Außerdem habe ich eine dreckige Lache (die komischerweise gar nicht zum Rest meiner Stimme passt). Das wird häufig mit Schadenfreude verwechselt. Was nicht immer der Fall ist. Aber manchmal schon. So wie damals, als der Lehrbeauftragte, der später Beisitzer in meiner Magisterprüfung sein sollte, sich spektakulär im Uniflur auf die Nase gelegt hat. Während alle anderen peinlich berührt schwiegen, habe ich schallend gelacht. War vielleicht nicht die geschickteste Idee. Aber er hat es mir gottseidank nicht übel genommen. Er war auch eigentlich ein ganz Netter.
11) Ich bin ein Perfektionist. Schlimm das!
12) Ich hasse es fliegen zu müssen. Ich tue das nur im Notfall (wobei ich manche Urlaubsziele durchaus mal als Notfall gelten lasse). Bei meinem ersten (bewussten) Flug (ich bin als kleines Kind schon mal geflogen, kann mich aber nicht erinnern), Transatlantik – mit der Schule in die USA, ist mir das Trommelfell geplatzt. Jede Höhenveränderung verursacht bei mir höllische Schmerzen. Da hilft kein Kaugummi, da hilft kein Nasenspray, da hilft kein Händehalten, da hilft nix. Und schlecht wird mir auch noch meistens.
13) Noch schlimmer, was das schlecht werden angeht, sind allerdings Schiffe. Ich brauche Schiffe nur angucken da wird mir schon schlecht. Und zwar egal was für Schiffe, kleine, große, Segel oder nicht, ganz egal. Busse mag ich auch nicht besonders. Und im Auto hinten sitzen auch nicht.
14) Ich habe ein fürchterliches Langzeitgedächtnis. Das betrifft nicht nur Geburtstage, das betrifft alles Mögliche. Ich kann mir einfach kaum etwas länger merken. Mein Kurzzeitgedächtnis arbeitet dagegen 1a. Stures Auswendiglernen für Klausuren konnte ich immer gut. Aber fragt mich nicht eine Woche später was davon. Dann ist alles in den Untiefen meines Hirns versackt.
15) Ich hasse telefonieren. Ich weiß das klingt komisch, weil Frauen das ja angeblich immer gerne tun. Ich kann das noch nicht mal begründen. Aber ich mach es einfach nicht gerne.
16) Ich brauche nicht ständig Leute um mich. Ich bin auch sehr gerne mal allein. Aber ich freue mich auch, dass dann doch Leute da sind, wenn ich mal nicht allein sein will.
17) Ich bin ein Langschläfer und Morgenmuffel. Vor der dritten Tasse Kaffee kann man weder mit mir reden noch erwarten, dass ich irgendetwas um mich herum wahrnehme.
18) Resultierend aus Punkt 1) werde ich häufig für wesentlich jünger gehalten, als ich eigentlich bin. Und damit meine ich wesentlich. Zum Beispiel auch mal gerne für halb so alt. Ich rede mir ein, dass ich mich da in ein paar Jahren drüber freue. Das rede ich mir nur auch schon seit ein paar Jahren ein.
19) Sport ist nicht so mein Freund. In der Schule gehörte ich immer zu denen, die als letzte noch auf der Bank saßen. Nichtsdestotrotz bin ich vor drei Jahren einen Halbmarathon gelaufen. Mann, da hab ichs meinem Schweinehund aber so richtig gezeigt. Brauch ich aber auch nicht noch mal.
20) Niemand darf meine Füße anfassen. Ich hasse das. Das fühlt sich so … ähhh … an. Außerdem mag ich Füße einfach nicht. Füße sind doof.
21) Ich reg mich gerne über Dortmund auf, aber eigentlich fühl ich mich hier auch ziemlich „zuhause“. Hochöfen und verdreckte Arbeiterreihenhäuser vermitteln mir ein abstruses Heimatgefühl.
22) Ich kann nicht besonders gut schwimmen. Klar kann ich eine Zeit rumpaddeln und mich über Wasser halten, aber das ist weder besonders grazil, noch besonders effektiv. Im Schulschwimmen in der Oberstufe hatte ich eine Dauerentschuldigung. Die war zwar medizinisch begründet, aber eigentlich ziemlicher Quatsch :)!
23) Ich bin ein ganz großer Prokrastinierer. Dazu gibt es nicht mehr zu sagen.
24) Ich habe immer das Gefühl zu wenig zu wissen. Ich will immer noch etwas lernen. Ich glaube ich könnte mein ganzes Leben damit verbringen und würde trotzdem unbefriedigt sterben, weil da noch etwas auf meiner Liste stand. Kollidiert leider ein bisschen mit Nummer 23.
25) Ich verbringe zu viel Zeit im Internet. Hättet Ihr jetzt nicht gedacht, oder?
26) Ich hasse Hausarbeit, besonders waschen, bügeln und Fenster putzen. Aber ich liebe es, wenn alles aufgeräumt und sauber ist. Großer Zwiespalt sag ich Euch! Vermutlich gilt dieser Punkt aber nur halb, weil er auf 99% der Bevölkerung zutrifft. Egal.
27) Ich habe da so ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein. Aber ich arbeite daran. Und ich kann kleine Erfolge vermelden. Das macht mich froh.
28) Ich bin davon überzeugt, dass die Welt durch Lächeln ein bisschen besser wird. Und das ist jetzt kein Scherz oder so. Das ist so eine Art Philosophie :). Deswegen lächle ich auch gerne wildfremde Menschen an. Und ich habe das Gefühl, dass es wirkt. Zumindest bei den meisten.
29) Ich liebe Süßigkeiten. In fast jeglicher Form. Leider neige ich nur dazu, immer gleich so viel davon zu essen, dass mir schlecht wird. Auch normal? Mist.
30) Letzter Punkt schon, wow. Was kann ich noch erzählen? Vielleicht, dass es mir gar nichts ausmacht Dreißig zu werden. Zumindest in meiner Vorstellung, jetzt so sechs Tage vorher. Echt nicht, gar nicht. Null. Aber warten wir ab.